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FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 2:1

Dienstag, 10. November 2009

Alle Jahre wieder… Biber battlen Lost Boyz, mehr Promille im Block als Menschen und rund 1000 Düsseldorfer Touristen, die zwischen Reeperbahn und Hafenrundfahrt noch einmal schnell ein bisschen Kult am „legendären“ Millerntor schnuppern wollen und sich dafür natürlich stilecht den Auswärtsblock unserer Fortuna aussuchen.
Dementsprechend schleppend verlief die Stimmung während der 90 Minuten. Etwas verspätet den Block geentert und die Fahnen geflaggt, versuchten wir das Beste aus der Situation zu machen. Doch große Teile des Blocks zogen es vor, sich entweder noch im Pauli-Fanshop mit Totenkopf-Artikeln einzudecken oder den Vormittags-Astra-Rausch auszukurieren, um für den vermeintlich wichtigen Teil des Abends auf dem Kiez wieder fit zu sein. Gesungen wurde kaum. Wenn dann immer und immer wieder dieselben vier Lieder.
Im Gegenzug wurde aber fleißig gegen unsere Fahnen gepöbelt. Logisch, wenn der Block schon nicht singt, warum soll er dazu nicht auch noch langweilig aussehen?

Verständlich war sicherlich der Unmut einiger, die Torszenen nicht richtig sehen konnten, aber das Niveau so mancher „Argumentation“ gegen die Fahnen war so weit unten anzusiedeln, dass man sich nicht wundern sollte, wenn es dann auch mal Gegenwind gibt. Ausnahmen bestätigen die Regeln.
Kaum hatte uns der Schiedsrichter mal wieder beschissen und beim Stande von 2:1 für Sankt Pauli abgepfiffen, wachte der Block auf einmal auf. Und wo eben noch trinkend geschwiegen wurde, schrie man sich nun die Seele für die Gastgeber aus dem Leib. Nichts gegen Fairness und nette Gesten für nette Gastgeber, aber irgendwo gibt es auch Grenzen. Wenn Leute auf einmal „Sankt Pauli“ gröhlen und sich nicht ansatzweise mit der Szene und deren Hintergrund auseinandergesetzt haben, geschweige denn Kontakte pflegen, müssen wir doch stark am Verstand mancher Touristen zweifeln. Alles in Allem nix für uns. Verloren – ab nach Hause – zwei Wochen erholen.

 

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